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Hintergründe zum „Team Menschenrechte“

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus warnt im „Sonntagsblatt“ vor rechter Vernetzung und der Normalisierung extrem rechter Positionen

Die evangelische Wochenzeitung „Sonntagsblatt“ hat die regelmäßigen Demonstrationen des „Team Menschenrechte“ in Nürnberg kritisch beleuchtet. Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern warnt in dem Artikel vor den regelmäßigen Versammlungen: Sie wirken als Orte der Radikalisierung und Vernetzung und führen zu einer Normalisierung extrem rechter Positionen. 

Die Widersprüche der „Mosaik-Rechten“

Bei den regelmäßig stattfindenden Demonstrationen liefen Pandemieleugner:innen und Neonazis, Reichsbürger:innen und christliche Fundamentalist:innen, AfD-Politiker:innen und Politiker:innen der NPD-Nachfolgepartei „Die Heimat“ gemeinsam durch die Stadt, erklärt Jonas Schmidt von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern in dem Artikel. 

„Das ‚Team Menschenrechte‘ ist ein perfektes Beispiel für die sogenannte Mosaik-Rechte“, wird er in dem Artikel zitiert. „Hier treten inhaltlich widersprüchliche oder sogar unvereinbare Positionen zurück zugunsten von Gemeinschaftsgefühl und der Identifikation gemeinsamer Feinde.“

Normalisierung extrem rechter Positionen

Die Zusammenarbeit mobilisiere Personen, die zuvor nicht explizit in extrem rechten Kreisen aufgetaucht seien, so Schmidt weiter. Die Versammlungen funktionierten als Orte der Politisierung, Turboradikalisierung und Vernetzung und führten zu einer Normalisierung extrem rechter Positionen. Gemeinsames Feindbild seien unter anderem Strippenzieher im Hintergrund („Deep State“), die Medien oder queere Menschen. 

In der Vergangenheit gab es im Zuge der Proteste Übergriffe auf Medienvertreter:innen und Gegendemonstrant:innen. Für Menschen, die sich dem „Team Menschenrechte“ entgegenstellen, sieht Schmidt „eine reale physische Gefahr“. Gewaltfantasien aus dem Umfeld der Proteste müssten ernst genommen werden. 

Neben der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus hat das „Sonntagsblatt“ auch andere Expert:innen und die Polizei zu Wort kommen lassen. Das „Team Menschenrechte“ wird seit über einem Jahr vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtet.

Während einer Demonstration des „Team Menschenrechte“ in Nürnberg.
Während einer Demonstration des „Team Menschenrechte“ in Nürnberg. © Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus