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B.U.D. bittet um Spenden für Psychotherapie

Nach rassistischen Gewaltandrohungen ist ein Beratungsnehmender der Betroffenenberatung B.U.D. auf finanzielle Unterstützung angewiesen

B.U.D., die bayerische Beratungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, bittet erneut um Spenden. Ein Beratungsnehmender ist auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um eine Psychotherapie fortsetzen zu können. B.U.D. ist Teil des von der LKS koordinierten Beratungsnetzwerks Bayern gegen Rechtsextremismus. 

Was ist passiert?

Die betroffene Person wurde im vergangenen Jahr nachts in der Nähe ihres Wohnorts von mehreren Männern mit Äxten bedroht. Dabei beleidigten und bedrohten sie den Beratungsnehmenden rassistisch. Seitdem leidet die betroffene Person unter starken Angstzuständen und Schlafstörungen. 

Was geschah bei der Gerichtsverhandlung?

Vor Kurzem standen die Täter vor Gericht und wurden zu Geldstrafen verurteilt. Nach Angaben von B.U.D. spielte die rassistische Motivation der Tat im Verfahren kaum eine Rolle. Der Prozess habe den Beratungsnehmenden deshalb zusätzlich belastet. 

B.U.D. spricht von einer sekundären Viktimisierung. Eine sekundäre Viktimisierung kann für Betroffene rechter Gewalt eine zusätzliche Belastung darstellen und die Folgen eines Angriffs verstärken.

Wofür werden Spenden benötigt?

Der Beratungsnehmende ist türkischsprachig. Trotz intensiver Suche fand sich laut B.U.D. kein Therapieplatz bei Therapeut:innen mit Kassenzulassung. Deshalb erhält die Person eine private Psychotherapie. Damit sie die Behandlung fortsetzen kann, sammelt B.U.D. nun erneut Spenden.

 

Das Logo von B.U.D., der Beratungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Bayern.
Das Logo von B.U.D., der Beratungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Bayern. © B.U.D.