Rassismus, Differenz und Vorurteile

Art: Fachtag

Datum: 15.11.2018 - 16.11.2018

Veranstalter: Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Ort: Evangelische Tagungsstätte Hofgeismar im VCH, Gesundbrunnen 8, 34369 Hofgeismar

Herausforderungen für eine rassismuskritische Bildungsarbeit

(Text bpb)

Längst hat sich durchgesetzt, dass es keine Menschenrassen gibt. Demnach gibt es auch keine Abwertungen anderer mehr. Wirklich? Als Denkstruktur und in Form gruppenbezogener Vorurteile existiert Rassismus in der gesamten Gesellschaft, mal mehr oder weniger verborgen.

Eine Zunahme rassistischer Formen der Ausgrenzung und Diskriminierung in Deutschland kann nicht verleugnet werden. Dennoch werden sie mehr oder weniger zurückgewiesen, gelegentlich rufen sie politische Versprechen hervor, mehr gegen Rassismus zu tun. Rassistische Phänomene – von den Pegida-Protesten über „Fremdenangst“ und Ausländerhass bis zur Mordserie des NSU – werden lieber als ostdeutsche Befindlichkeit, als Flüchtlingsproblem oder als Neonazismus diskutiert, kaum aber als Varianten eines gemeinsamen Problems namens Rassismus.

Kulturell und "rassisch" bestimmte Vorurteile sind nicht vorgegeben, sondern erlernt. Sie können demnach auch verlernt werden. Da das Eigenbild das Fremdbild bestimmt, sind das Äußern und Reflektieren der eigenen Vorurteile und Vorbehalte wichtige Schritte, das eigene Denken und Handeln nicht von ihnen bestimmen zu lassen.

Welche Rolle spielt Rassismus in der Bildungsarbeit? Was sind bewährte und innovative Ansätze in der Arbeit gegen Diskriminierung? Wie kann ich lernen, die eigene Haltung kritisch zu analysieren? Gilt es, die aktuellen Herausforderungen und Spannungsfelder der Praxis herauszuarbeiten und passende Lösungsansätze zu finden. Es muss ebenso definiert werden, was Bildungsarbeit leisten kann und was nicht. Das sind die Fragen, mit denen sich das Netzwerktreffen in diesem Jahr auseinandersetzen möchte.

 

 

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