Beratungsverständnis


Unser Beratungsverständnis

Die Beratung ist stets klientenorientiert. Daher besteht ein Überwältigungsverbot. Dies bedeutet, dass die Berater/-innen sich grundsätzlich nach dem Bedarf der Ratsuchenden vor Ort richten und gemeinsam mit diesen an Lösungen für die aktuellen Problemlagen arbeiten und nicht ihre eigenen Vorstellungen zur Problemlösung durchsetzten.

Im Vordergrund steht neben der Lösung dringender Problemlagen vor allem eine nachhaltige und langfristige Stärkung der Beratungsnehmer/-innen in ihrer Handlungsfähigkeit. Diese ermöglicht in zukünftigen Krisensituationen die Entwicklung eigenständiger Lösungen und trägt so auch zu einer Verstetigung zivilgesellschaftlicher Strukturen in der Arbeit gegen Rechtsextremismus vor Ort bei.

Die Berater/-innen begreifen sich in ihrer Rolle als Moderatoren, die auch kontroversen Ansichten und Interessen der Beratungsnehmer mit Offenheit und Toleranz begegnen. Sie handeln parteiunabhängig, begegnen den Ratsuchenden mit Wertschätzung und Respekt und fördern einen demokratischen Diskurs.

Dabei ergreifen die Berater/-innen jedoch auch Partei für Ratsuchende und Betroffene von Rassismus, Diskriminierung und rechtsextremer Gewalt und Bedrohung vor Ort.

Die Berater/-innen garantieren einen vertrauensvollen Umgang mit den Informationen. Die Erfassung und Evaluation der Beratungsfälle garantiert die Anonymität der Beratungsnehmer/-innen.

Qualitätsstandards in der Beratung

  • Transparenz: Die Klienten/-innen werden über Beratungsangebot und -leistungen, Inhalte der Beratung, Rolle und Kompetenzen der Berater/-innen informiert
  • Aufsuchende Beratungsangebote: Die Beratung findet bei Bedarf vor Ort statt
  • Anonymität, Vertraulichkeit und Datenschutz im Umgang mit persönlichen Informationen
  • Vertrauensverhältnis: Es gibt eine feste Berater/-in und Kontaktperson
  • Geregelte und gute Erreichbarkeit der Berater/-innen
  • Zeitnahe Beantwortung von Anfragen und zeitnahe Erbringung von Beratungsleistungen
  • Klientenzentriertheit
  • Empathie und wertschätzende Haltung der Berater/-innen.
  • Fortlaufende Reflexion des Beratungsprozesses durch die Berater/-innen (durch Instrumente und Kollegiale Beratung)
  • Evaluation des Beratungsprozesses und der Klientenzufriedenheit sowie Auswertung der Ergebnisse
  • Gewährleistung der Sicherheit der Berater/-innen